Nach heutigem Wissensstand haben auch häufiger durchgeführte Ultraschalluntersuchungen keine negativen Auswirkungen für Mutter oder Kind. Die Beurteilungsmöglichkeiten können durch verschiedene Untersuchungsbedingungen (Kindslage, Fruchtwassermenge, mütterliche Bauchdeckendicke, Mutterkuchenposition, Schwangerschaftsalter, Narben) besser oder schlechter sein.

Ersttrimesterscreening (12.-14.Schwangerschaftswoche): Nach Messung des kindlichen Nackens mittels Ultraschall wird zusammen mit zwei Blutbestimmungen (PAPP-A + ß-HCG) bei der Mutter eine Risikoabschätzung für bestimmte Erkrankungen (z. B. Mongolismus) vorgenommen. Hierbei kann aber weder eine Diagnose gestellt noch ausgeschlossen werden. Vielmehr handelt es sich um die Berechnung einer Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer solchen Erkrankung.

 

Messung der Gebärmutterhalslänge:
Die Gebärmutterhalslänge wird üblicher Weise im Rahmen einer Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung getastet. Diese kann mittels Ultraschall objektiviert werden. Außerdem können Öffnungen des inneren Muttermundes (=Trichter) festgestellt werden, die bei der Tast-untersuchung üblicherweise nicht nachgewiesen werden. Hierdurch können Frühgeburtsbestrebungen ggf. frühzeitiger entdeckt und behandelt werden.

„Großer Ultraschall“: Die kindlichen Organe und Strukturen werden um die 18.-23. Schwangerschaftswoche untersucht. Bei auffälligen Befunden können weitere Maßnahmen wie z. B. eine Probenentnahme von Fruchtwasser oder Mutterkuchen (Plazenta) (s. u.) notwendig sein.

 

Durchblutungsmessung: Diese auch als Doppler bezeichnete Methode dient der Beurteilung des Blutflusses bei Mutter und Kind. Es werden mittels Farbdarstellung v. a. die Nabelschnur ggf. weitere kindliche Blutgefäße und die mütterlichen Gefäße für die Gebärmutterversorgung vermessen. Veränderungen können frühe Hinweiszeichen für eine Mutterkuchenschwäche mit Minderversorgung von Nährstoffen und/oder Sauerstoff oder für eine so genannte Schwangerschaftsvergiftung sein. Der sinnvollste Zeitrahmen ist zum Ende des zweiten und Anfang des dritten Schwangerschaftsdrittels.

 

 

 

Zusatz-Ultraschall: Diese können zu jedem Zeitpunkt in der Schwangerschaft durchgeführt werden. Durch Verringerung der Zeitabstände können evtl. Auffälligkeiten beim Kindswachstum oder der Fruchtwassermenge früh-zeitiger entdeckt und Gegenmaß-nahmen getroffen werden. Eine 3D Untersuchung kann hierfür jederzeit gewählt werden. Eine CD mit aufgenommenen kleinen Filmsequenzen wird Ihnen zur Erinnerung mitgegeben.

 

 

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